Nee, nicht noch ne Bluesband!!!

Was ist nur so besonderes an diesem 12-Takte, 3 Akkorde Schema,
dass es nun fast 100 Jahre in einer sich ständig verändernden Musiklandschaft unbeschadet und im Prinzip unverändert überleben konnte?

Bestimmt liegt es daran, dass es so simpel ist. Jeder kann es mit geringsten musikalischen Mitteln schnell beherrschen, ist doch kinderleicht ... !

Doch so einfach ist es nicht.
Sicherlich liegt eines der Geheimnisse des Blues in seiner einfachen Struktur,
sie ist eine Basis, auf der sich vieles aufbauen lässt. Man kann sie beliebig
mit anderen Stilen verknüpfen, die ganze moderne populäre Musik
wäre ohne den Blues gar nicht denkbar!

Aber da ist noch mehr.
Sind es die tief in der afrikanischen Tradition verwurzelten Rhythmen
und Melodien (später als „groove“ und „blue-notes“ unverzichtbare Bestandteile
des Blues), die als universelle Sprache von Menschen auf der ganzen Welt verstanden werden und etwas in uns berühren, das wir nicht erklären können?
Oder sind es die Geschichten, die der Blues erzählt, Alltäglichkeiten,
wie sie sicher jeder von uns so oder ähnlich selber schon erlebt hat: Freude,
Leid, Schmerz, Lust ... wie es im Leben so kommt?
Keine Ahnung, die Antworten überlassen wir den Fachleuten.

Wir spielen eben Blues.
Nicht weil wir es können, sondern weil uns irgendetwas dazu treibt.
Wir sind nicht perfekt, oft geht was schief, klingt nicht, wackelt - aber
dann sind da diese Momente, wo man alles um sich herum vergisst und
nur noch fühlt und eins wird mit dem Song, der Band und dem Publikum ...

... und da hat man ihn dann, den BLUES.


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